Wooki, unser Souverän *17.01.1995 †23.05.2004

Wooki - Bild1 Wooki war ein Briard, von dem die meisten Briardbesitzer, insbesondere die Rüdenbesitzer nur träumen können. Sein ruhiges und ausgeglichenes Wesen war sein herausragendes Markenzeichen innerhalb und außerhalb der Staffel. Selbst Mike, unser ewig streitsuchender Schäferhundrüde würde von Wooki mit großer Souveränität in Schach gehalten. Niemals brauchte man einzugreifen, wenn ein Hund mit Wooki Streit anfing. Wooki wehrte sich nie mehr als es die Situation erforderte, niemals steigerte er sich in eine Auseinandersetzung hinein. Ich werde nie vergessen wie Mike über ihn herfiel, um ihm zu zeigen wer hier der Chef sei. Doch Wooki drückte ihn einfach mit der Kraft seiner 42 kg und 70 cm Schulterhöhe auf die Seite und ließ dann wieder von ihm ab. Sofort probierte es Mike wieder und wieder blickte Wooki ihn nur verächtlich an, als wolle er sagen: "Du schon wieder? Nerv mich nicht!"

Diese enorme Ruhe und Selbstsicherheit dieses Hundes stellte die Ausbilder zunächst aber auch vor einige Probleme. Wooki kam mit 8 Wochen in die Staffel und alles was er nicht möchte oder nicht wollte ließ ihn in einer Abwartehaltung erstarren. Dies trat grundsätzlich bei Trümmerübungen auf. Da stand Wooki vor den kleinsten Trümmern und weigerte sich vehement auch nur einen Fuß darauf zu setzen. Wohl gemerkt, er hatte keine Angst aber er wollte nicht.

Wooki - Bild2 Anders war dies bei der Flächensuche. Hier konnte er seinem briardtypischen Bewegungsdrang frönen und anschließend in die herrlich dicke und große Beißwurst beißen. Sowohl dieses Spiel mit Personen, als auch das Spiel mit anderen Hunden waren Wookis Lieblingsbeschäftigung. Während jedoch seinem Charme kaum ein Mensch wiederstehen konnte, spielten einige Hunde gar nicht gerne mit ihm, da er seine vierbeinigen Kollegen oft sehr rüde anrempelte oder gar überrannte. Nur seine Kollegin Bonnie, eine fast gleichaltrige Malinois Hündin, war schnell und hart genug und bot ihm energisch Contra.

Schon gleich mit knapp zwei Jahren absolvierte Wooki seine erste Rettungshundeprüfung. Die Begleithundeprüfung hatte er zuvor schon erfolgreich hinter sich gebracht. Thorsten und Wooki bildeten ein harmonisches Team, dass gerade bei Prüfungen und Einsätzen nie den Überblick verlor. Auch in der Schule konnten gar nicht genug Kinderhände gleichzeitig durch Wookis Fell streichen, niemals wurde es dem geduldigen Rüden zu viel. Thorsten avancierte zum stellvertretenden Staffelleiter und organisierte so manchen Kontakt und brauchbare Arbeitsmaterialien, zuletzt unser Werbemobil und die Anfänge unserer Homepage.

Wooki - Bild3 Sicher war Wooki am traurigsten, als Thorsten aus beruflichen Gründen immer seltener zur Übung erscheinen konnte und schließlich 2001 ganz aufhörte. Doch auch sein neues Leben in Mainz mit Thorstens Lebensgefährtin und deren etwas jüngeren Husky ? Mischlingsrüden Noel bereicherte Wookis Leben. Von Noel lernte er wichtige Dinge, wie beispielsweise ein Schreiben aus dem Faxgerät zu holen und Herrchen an den Schreibtisch zu bringen. Auch das gemeinsame Leben mit Noel weckte bei Wooki nie Neid oder Eifersucht. Im Dezember 2003 diagnostizierte der Tierarzt bei Wooki ein schweres unheilbares Krebsleiden. Aber auch hier bewahrte sich Wooki seine unnachahmliche liebenswerte Lebensweise und behielt trotz ständig steigender Kortisondosen seine unbeschwerte Art und spielte und freute sich wie ein junger Hund seines Lebens. Im Mai 2004 musste Thorsten ihn schließlich schweren Herzens einschläfern lassen. Wooki schlief ruhig und stressfrei auf seiner Decke im Wohnzimmer ein...

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