Eylin * 08.02.2001 † 28.11.2004

Diesmal hat sie es leider nicht mehr geschafft! Schon mehrmals war sie in ihrem kurzen Leben dem Tod von der Schippe gesprungen, diesmal ist es ihr nicht mehr gelungen.

Mit 8 Wochen kam sie mit Diana und Eylin zeigt an Manfred in unsere Staffel. Sie wurde ausschließlich für die Arbeit zum Rettungshund ausgewählt. Ihre Veranlagung war dieser Arbeit mehr als entsprechend. Sie zeigte von Anfang an ein gegenüber Mensch und Tier sehr aufgeschlossenes Wesen und einen ausgeprägten Hang zum Spielen. Optisch glich sie einem schwarzen Eisbär mit Riesenpranken. Als erwachsener Hund war der imposante lackschwarze Altdeutsche Schäferhund eine Augenweide für Kenner der Rasse.

Ihr ausgeglichenes Wesen musste sie zwangsweise von Beginn an unter Beweis stellen, wurde sie doch von unserer Ältesten (Bricole) von Anfang an "untergebuttert". Solch ein stürmisches Wesen in der Staffel bereitete unserem damals schon fast 10jährigen Zotteltier große Sorge beim Spielen umgerannt zu werden. Doch Eylin umging diese unleidliche Alte, indem sie große Bögen um sie machte. Niemals, auch nicht als erwachsene läufige Hündin, hätte sie den Status von Bricole in Frage gestellt.

Ihrem Wesen und Temperament entsprechend machte sie schnell große Fortschritte bei der Sucharbeit. Schon mit einem halben Jahr stellte die Suchgebietsgröße der Prüfungssuche für sie keine Herausforderung mehr dar. Immer wieder mussten sich die Ausbilderinnen für diesen lernfreudigen, arbeitssüchtigen Schäferhund neue, anspruchsvollere Aufgaben überlegen. Die Baumsuche forderte sie heraus, mit hoher Nase zu arbeiten und wahrgenommene Düfte erst auszuarbeiten, bevor die Anzeige erfolgte. Bei Nachtsuchen zeigte sie, dass auch Wildfährten sie nicht von der Suche nach menschlicher Witterung abbringen konnten. Ihr ausgeprägter Hang zur selbstständigen Suche bereitete ihrer Hundeführerin jedoch immer wieder Kopfzerbrechen, zeigte sich Eylin doch teilweise nur schwer lenkbar. Sie ging von Anfang an mit einem ihr eigenen Suchschema an die Arbeit und ließ sich dieses von Diana nicht durchkreuzen. Entsprechend musste Diana sich immer wieder die Vorträge à la Judith zum Thema Unterordnung anhören.

Als Eylin im November 2003 ihre erste Prüfung in Trümmer und Fläche ablegte, hatte sie bereits eine bewegende Krankengeschichte hinter sich gebracht. Ein Darmverschluss veranlasste den behandelnden Tierarzt zu der Prognose "Überlebenschance unter 5 %" und riet zur Einschläferung. Doch Diana und Manfred glaubten an den starken Überlebenswillen ihres Hundes und Eylin nutzte ihre kaum vorhandene Lebenschance und wurde, nachdem ihr ein Teil des Darmes entfernt worden war wieder vollkommen gesund!

Eylin auf  Trümmern Noch vor der Prüfung erkrankte Eylin dann auch noch an Borreliose. Als sie wieder einigermaßen im Vollbesitz ihrer Kräfte war, zog sich Diana schließlich am Vorabend der Prüfung 2003 beim Bauen der Verstecke auf dem Trümmerkegel einen Muskelfaserriss zu! Aber auch Diana erwies sich ebenso wie ihr Hund als äußerst widerstandsfähig und absolvierte die Trümmer- und Flächenprüfung mit Bravour und teilweise schmerzverzerrtem Gesicht. Eylin bestritt von nun ab verschiedene Flächeneinsätze und im Sommer 2004 sogar einen Trümmereinsatz, bei dem sie gewohnt zuverlässig arbeitete.

Einen weiteren gesundheitlichen Rückschlag erlitt sie in Form einer Magendrehung während deren Verlauf sie erneut um Haaresbreite dem Tod entging. Nachdem sie gerade vor drei Wochen erneut erfolgreich ihre Flächenprüfung absolviert hatte meinte es das Schicksal nun nicht mehr gut mit ihr. Sie erlag mit nicht mal 4 Jahren einer erneuten Magendrehung, auch die Tierklinik in Giessen war nun machtlos.

Die gesamte Hundestaffel trauert mit Diana, Manfred und Sohn Florian um unseren frechen schwarzen Teufel Eylin...